Evrysdi® per Tablette ein kurzes Resümee

Seit dem 02.06. 2025 ist Evrysdi® nun zusätzlich in Form einer täglich einzunehmenden Tablette mit leicht anderen Inhaltsstoffen verfügbar.

Jedes Medikament hat leider auch Nebenwirkungen, die den einen mehr, den anderen weniger treffen. Diese Erfahrung haben natürlich auch viele gemacht, die Evrysdi bisher in Form der Lösung eingenommen haben.

Da die Tablette, neben dem in beiden Varianten identischen Wirkstoff “Risdiplam”, andere weitere Inhalstoffe inne hat als die Lösung, ist es für die Betreffenden nun natürlich eine neue Option und Chance, Evrysdi einzunehmen und von einer evtl. besseren Verträglichkeit zu profitieren.

Wie geht es Dir nun? Hat sich für Dich mit der Tablette etwas verändert?

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13 Kommentare zu „Evrysdi® per Tablette ein kurzes Resümee“

  1. Avatar von Manuela Schupp
    Manuela Schupp

    Hallo zusammen,
    ich bin im August 2025 auf die Tablettenform umgestiegen und im März 2026 wieder auf den Saft gewechselt. Der Grund wieder zum Saft zurück zu wechseln, war extreme Erschöpfung und Verschlechterung meiner Rumpfstabilität. Auch fiel es mir zusehends schwerer die Tablette zu schlucken. Ich konnte es zuerst auch nicht einordnen aber jetzt nach dem Wechsel stabilisiert es sich wieder. Auch hatte ich bei Einahme der Tablette mit extremer Hauttrockenheit bis hin zu wunden Stellen zu kämpfen, was sich jetzt quasi in Luft aufgelöst hat. Die Einnahme und Handhabung des Saftes empfinde ich zwar weiterhin als etwas umständlich, bin aber froh wieder gewechselt zu haben.
    Viele Grüße aus Bremen
    Manuela

  2. In Folge der hier aufgeführten Angaben von SMA-Betroffenen wurde Anfrage an die Medical Information der Roche Pharma Ag gestellt, die kürzlich Beantwortet wurde. Hier nun dazu ein paar ausgewählte Abschnitte des Inhalts:

    In Deutschland wurden ca. 60% der Patient:innen auf die Tablettenformulierung umgestellt. Bisher
    erreichten uns vereinzelte Meldungen von einer nachlassenden Wirksamkeit von Evrysdi nach Umstellung
    von Evrysdi Lösung auf die Evrysdi Tablette.

    Die Zulassung der Evrysdi Tablette basiert auf den Ergebnissen einer Vergleichsstudie (sog.
    Bioäquivalenzstudie, NCT04718181), die zeigt, dass die Tabletten und die Lösung austauschbar
    (bioäquivalent) sind:
    • Alle Proband:innen erhielten in zufälliger Reihenfolge sowohl auf nüchternen Magen als auch nach dem
    Essen je eine Einzeldosis 5 mg Risdiplam sowohl als Lösung als auch als Tablette. Die Tablette wurde
    je nach Testgruppe als ganze Tablette oder in Wasser vermischt eingenommen.
    • In der Studie erwies sich die 5-mg-Tablette als bioäquivalent zur Lösung, d.h. der Wirkstoff Risdiplam
    wurde in vergleichbarer Geschwindigkeit und mit vergleichbarem Ausmaß in den Körper aufgenommen
    (Die sog. relative Bioverfügbarkeit der Tablette betrug 1,09 (als Ganzes) bzw. 1,02 (in Wasser
    gemischt) im Vergleich zur Lösung)
    • Dies bedeutet, dass die Einnahme einer 5 mg Filmtablette die gleiche Wirksamkeit und
    Sicherheit wie die Einnahme von 6,6 ml der Lösung (entsprechend 5 mg Risdiplam) aufweist.

    Roche überprüft auf Grundlage der internationalen Erfassung von Nebenwirkungsverdachtsfällen aus der
    Routineanwendung und aus klinischen Studien systematisch das Sicherheitsprofil von Risdiplam.
    Aus den uns derzeit vorliegenden Daten von über 20.000 Patienten ergibt sich für Risdiplam
    Lösung und Filmtablette kein Sicherheitssignal, das auf mangelnde Wirksamkeit hinweist.

    Das sich dies leider nicht mit den Erfahrungen der Betroffenen deckt steht, ganz klar ausser Frage. Die hier von den Betroffenen gemachten Angaben waren allermeist zuvor unabhängig voneinander, in unterschiedlichen Austauschgruppen gemacht worden, wodurch auch eigentlich recht sicher ist, dass dies kein durch hören-sagen entstandenes Phenomän sein kann…. Also ganz klar gibt es hier wohl doch eine gewisse Anzahl von Betroffenen wo evtl. die Absorbation von Risdiplam, eingenommen in Form der Tablette, nicht die gleiche ist wie bei der Lösung … warum auch immer. Hoffen wir, das trotz der Studienergebnisse weiter geschaut wird, warum die positive Wirkung von Risdiplam bei manchen Betroffen, nach Umstellung auf Tabletten Stück für Stück nachgelassen hat.

    1. Avatar von Juliane T.
      Juliane T.

      Danke Thomas für die Weiterleitung.

  3. Avatar von Daniela L
    Daniela L

    Ich habe im Oktober 2025 auf die Tabletten gewechselt, wie viele andere wegen der leichteren Lagerung. Seit November/Dezember ist mir schon aufgefallen. dass ich für meine Verhältnisse extrem müde und schlapp bin, habe es aber nicht mit dem Medikament in Zusammenhang gebracht. Ich hatte da auch Corona und Winter ist sowieso immer schwierig einzuschätzen. Mittlerweile merke ich seit ca. 3 Wochen, dass es sich körperlich stärker äußert. Dinge, die vorher in meinem Ausmaß gut funktioniert haben, funktionieren nun sehr schlecht und es fällt auch meinem Umfeld auf. Da hab ich mir dann gedacht, dass die Umstellung auf die Tabletten die einzige Änderung in den letzten Monaten bei mir war und es sich nicht wie ein Schub anfühlt. Und nachdem doch einige andere ähnliche Erfahrungen gemacht haben, bin ich mir sehr sicher, dass es damit zusammenhängt. Wenn meine Tabletten aus sind, möchte ich wieder zum Saft wechseln.

  4. Ich habe am 01.09.2025 vom Saft auf die Tablette gewechselt, einfach wegen der einfachen Handhabung.
    Mir geht es inzwischen so schlecht wie noch nie. Konnte es zunächst nicht einordnen, habe aber inzwischen den Eindruck, dass es mit dem Wechsel auf die Tablette im Zusammenhang steht.
    Immer weniger Kraft, Muskelschmerzen, Muskulatur zu, Kopfschmerzen, Schwindel, Bauchschmerzen.
    Ich möchte so schnell wie möglich wieder auf den Saft umstellen.

  5. Avatar von Manuela Kanies
    Manuela Kanies

    Ich hatte seit Anfang Mai 2025 den Saft und im Juli dann zur Tablette gewechselt, ich sag mal aus Bequemlichkeit der Lagerung und Einnahme.
    Kann nicht viel sagen, aber seit den Tabletten hat sich mein Hautbild (Gesicht Akne, schuppige, juckende / schuppige Stellen) sehr verändert, bin schlapper in den Beinen, wie sonst, na und der Stuhlgang geht jetzt langsam wieder ins normale.
    Werde es im Juli definitiv ansprechen.

  6. Avatar von Eugen M.

    Habe bald meine ersten zwei Packungen Tabletten geleert. Bisher geht es mir genau so gut, wie sonst auch. Keine signifikanten Verschlechterungen oder Nebenwirkungen.

  7. Avatar von Gabriele Ernst
    Gabriele Ernst

    Meine Tochter, SMA Typ 2, ist seit dem Wechsel zu den Tabeletten tatsächlich auch etwas instabiler in der Körperhaltung und Kopfkontrolle geworden. Wir begründeten es anfangs mit intensiver Schreibtischarbeit, doch ist es durchaus auffällig und nicht von der Tagesform abhängig. Ich bin sehr besorgt, wurde doch darauf hingewiesen, dass die Wirksamkeit die selbe, verglichen mit dem Saft, sei. Wir werden möglichst zeitnah wieder auf den Saft umstellen.

  8. ich habe gerade auch kleine Hänger, nicht mehr 100 % Kraft wie immer. Wollte Thomas schon anschreiben wie es geht und dann lese ich dies hier.
    So richtig hat evrysdi nur die ersten 2 Jahre gewirkt, jetzt gehts weiter Berg ab schade. lg sascha

  9. Ich bin froh, dass ich das auch noch von anderen lese, aber auch ich habe mich schon gefragt, ob sich mein Zustand unter der Einnahme der Tabletten verschlechtert hat. Beim nächsten Besuch in der UK Essen werde ich es ansprechen und ebenfalls fragen, ob man zurückwechseln kann.

  10. Avatar von Juliane T.
    Juliane T.

    Ich habe vom Saft auf die Tabletten gewechselt aufgrund der einfacheren Lagerung/Einnahme. Mein Kräftezustand hat sich aber mit der Einnahme der Tabletten seit drei Monaten verschlechtert. Anfangs immer mit Bauchschmerzen nach der Einnahme, seit ich dazu zwei Gläser Wasser trinke ist dieses Problem besser. Ich möchte wieder zurück zu der flüssigen Variante wechseln. Ich hoffe das sich mein Zustand dann wieder etwas “erholt”.

  11. Ich habe im Juli zur Tablette gewechselt, da ich das mit dem Kühlen sehr anstrengend fand, gerade beim Reisen.
    Anfangs hatte ich Probleme beim schlucken, woraufhin ich sie aufgelöst habe, was ich persönlich aber nicht gut fand und eher die Krümel im Glas blieben, also schlucke ich sie wieder komplett.
    Nebenwirkungen spüre ich nicht spürbar. Habe nur wieder trockenere Haut (hatte ich anfangs auch beim Saft) und ab und an mit Übelkeit zu tun. Würde aber nicht sagen, dass es anders ist als mit dem Saft.
    Muskulär stagniere ich Einglück seit längerem, das ist für mich schon Erfolg genug 😊

  12. Ich persönlich bin etwas unsicher mit der Tablette. Seitdem ich die Tablette nehme bin ich in manchen Bereichen etwas eingesackt. Z.B. komme ich frühs beim ersten Toilettengang spürbar schlechter auf die Beine. So etwa nach einer Stunde gehts dann aber wieder besser. Also es scheint wohl noch zu wirken, aber …… so könnte man meinen, ist die Absorbation etwas schlechter…. zumindest evtl. dann bei mir.